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Heidelberger Adenauer-Tage



Talent als Chance – Talent als Pflicht

Talent und Verantwortung in unserer Gesellschaft

#hattalent




Talent als Chance – Talent als Pflicht


Talent und Verantwortung in unserer Gesellschaft


#hattalent


Das Wort „Talent“ ist in aller Munde, Begriffe wie „Begabung“ und „Elite“ werden stilisiert und wollen „das Besondere“ in unserer Gesellschaft zu beschreiben. Scheinbar alle Welt sucht gleichermaßen nach außerordentlichen Fähigkeiten: Professionalisierte Nachwuchsprogramme aus Sportverbänden, Talent-Manager in Unternehmen, Headhunter und HR-Berater, Interviewer bei Auswahlprozessen an den Eliteuniversitäten in Oxford, Cambridge und Co., TV-Shows wie „Das Supertalent“.

// Die Suche nach der Ausnahme. Talent in der Gesellschaft.

Viele Human-Ressource-Manager großer Unternehmen beschäftigen sich was ausschließlich mit einer Frage: Wie finden, locken und entwickeln wir den Wunschkandidaten für unser Unternehmen? Talentiert, intelligent, vielfältig begabt soll er sein, dabei aber unter 26 Jahren alt sein und im besten Fall mehrjährige Berufserfahrung haben. Bei diversen Recruiting-Veranstaltungen und Förderprogrammen werden hohe Summen verbraucht, um die talentiertesten jungen Menschen für das eigene Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen. Nachwuchsprogramme von Sportvereinen versammeln in ihren speziell ausgerichteten Internaten die zukünftigen Hoffnungsträger des Leistungssports. Eliteuniversitäten wählen in aufwändigen Interview- und Auswahlverfahren unter zahlreichen hochqualifizierten Bewerbern die vermeintlich Besten der Besten aus. Die TV-Show „Das Supertalent“ ist bestrebt, besonders außergewöhnliche Menschen unter Massen an Bewerbern aufzuspüren, um den Zuschauer zuhause am Bildschirm zu begeistern und die Werbeeinnahmen hochzuhalten. Jeder hat ein eigenes Verständnis von Talent und Begabung. Vielfach wird der Fokus auf das Außergewöhnliche gelegt, werden Höchstleistungsträger gesucht. Was aber ist eigentlich gemeint mit dem Begriff „Talent“? Was erwarten wir, wenn wir von „Begabung“ sprechen?

Talent und Begabung haben einen sehr hohen Stellenwert in der gesellschaftlichen Wirklichkeit eingenommen. Beide Konzepte begeistern und werden gleichermaßen immer wieder kontrovers diskutiert. Dies zeigt zum Beispiel der Fall von Laurent Simon, der bereits im Alter von neun Jahren einen Bachelorabschluss in Elektrotechnik vorweisen konnte und sicherlich schon bald einen Masterabschluss erworben haben wird. Zweifellos wird niemand bestreiten, dass wir bei Laurent eine (ungewöhnlich) hohe Konzentration an Talent oder Begabung verzeichnen können. Talente und Begabungen anderer scheinen im Vergleich mit solchen „Wunderkindern“ beinahe trivial, der Status des „Begabten“ unerreichbar und nur den wenigsten vorbehalten zu sein. Talent habe man eben oder nicht, so die oftmals verbreitete Meinung. Ist man damit nicht ausgestattet, so bedarf es keines weiteren Gedankens an die eigene Begabung. Allerdings sprechen wir bei Kindern wie Laurent bereits von „Hochbegabung“, was wiederum nur einen Teilaspekt des viel umfassenderen Begriffs der Begabung darstellt. Die Gefahr für den gesellschaftlichen Diskurs, die dieser Verwechslung innewohnt, liegt auf der Hand: Unterscheidet man bereits nicht zwischen Begabung und Hochbegabung, so kann einerseits auch eine Förderung von Begabten (oder Hochbegabten) nicht nur nicht auf Verständnis treffen, sondern auch nicht differenziert erfolgen. Eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Frage, ob eine breitere Talentförderung für die Gesellschaft sinnvoll wäre, kann nicht stattfinden. Andererseits bleibt aber auch der gesellschaftliche Diskurs um Maßnahmen wie Nachteilsausgleiche oder zieldifferenzierte Integration auf der Strecke.

// Talent vs. Begabung. Eine begriffliche Annäherung.

Eine Deutung des Begriffs der „Begabung“ kann zunächst einer aktuellen Bedeutung nach erfolgen. Bereits ein Blick in den Duden verrät Näheres zum Begriff selbst. „Begabung“ wird hier als „natürliche Anlage, angeborene Befähigung zu bestimmten Leistungen; [ein] Talent“ definiert.1 Im Vergleich dazu handelt es sich dem Etymologischen Wörterbuch des Deutschen zufolge um ein Geschenk, das jemandem gegeben werde oder welches man schon habe.2 Begabung lässt sich sprachgeschichtlich also nicht per se nur als eine Anlage verstehen, die genutzt werden will. Vielmehr muss auch der Aspekt der Entwicklung einer Begabung mitgedacht werden. Ebenso darf nicht vernachlässigt werden, dass die Konnotation eines Menschen mit „Talent“ stets Prognosecharakter hat: Wer in der Vergangenheit und in der Gegenwart außerordentliche Leistungen zeigte und zeigt, dem trauen wir dies auch für die Zukunft zu.

In der Psychologie findet sich der Begriff der Begabung in der sogenannten Anlage-Umwelt-Debatte wieder, sei es in der Persönlichkeits- oder der Entwicklungspsychologie. „Begabung“ wird dort als „individuelles Potenzial für bestimmte Leistungen“3 verstanden. Erforscht wird vor allem, welchen Einfluss die Natur beziehungsweise die Umwelt auf die Ausprägung von Persönlichkeit und Intelligenz hat. Ist die Entwicklung eines Kindes schon durch die Gene programmiert oder haben Umwelterfahrungen einen stärkeren Einfluss? Auch in der Wissenschaft wird somit zwischen den schon vorhandenen Potenzialen – Persönlichkeit und Fähigkeiten betreffend – und der Ausbildung dieser „durch langfristige systematische Anregung, Begleitung und Förderung“ unterschieden.4

//Talente entdecken. Talente fördern.

Wenn also ein Talent in einem Menschen schlummert und erweckt werden muss, so stellt sich für eine Gesellschaft zwingend die Frage nach der (systematischen) Entdeckung und Förderung von Talenten und der Verantwortung von Leistungsträgern für andere. Für den Psychologen Franz Weinert ist „Lernen der entscheidende Mechanismus bei der Transformation hoher Begabung in exzellente Leistung“.5 Begabung ist demnach förderbar und wird durch den Lernprozess erst gänzlich entfaltet. William Stern6 vertrat die Ansicht, dass Begabung eine „Möglichkeit zur Leistung“ sei, aber nicht schon die Leistung selbst. Muss diese Möglichkeit auch genutzt werden? Welche Verantwortung trägt der Einzelne für die Entwicklung seiner Potenziale und welche Verantwortung trägt die Gesellschaft? Ist es gar vertretbar, individuelle Talente ungenutzt zu lassen, in einer Welt, die immer schneller, immer schwierigere Antworten auf immer komplexere Fragen finden muss?

Dass Begabung eine Veranlagung ist, die es zu entfalten gilt, steht seit 2016 auch beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf der Agenda. Durch die Initiative „Leistung macht Schule“ – einem Forschungsverbund mit 300 kooperierenden Schulen, welcher seit Januar 2018 besteht – verdeutlicht die Regierung ihr Interesse an einer breit ausgerichteten Begabtenförderung und deren Erforschung. Im akademischen Kontext sehen wir Begabtenförderung sogar schon seit Längerem. Das BMBF fördert durch die mittlerweile 13 Förderwerke seit vielen Jahren Studenten und Doktoranden bei ihren Studien. Diese spiegeln unsere Gesellschaft wider, finden sich hier doch politische, konfessionelle und freie Förderwerke. Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) unterstützt und fördert treu dem Wahlspruch „Talente entdecken – Talente fördern“ herausragende Studenten, Doktoranden und Habilitanden dabei, ihre Begabungen zu entfalten. Dabei beschränkt sich der in der KAS verwendete Begabungsbegriff keinesfalls nur auf außergewöhnliche kognitive Fähigkeiten, sondern ist wesentlich umfassender zu verstehen. Künstlerische, musische, soziale, emotionale oder sportliche Leistungen sind ebenfalls unter den Begriff der Begabung einzuordnen. Neben sehr guten akademischen Leistungen legt die KAS daher in ihrem Auswahlprozess einen ebenso großen Wert auf ein überdurchschnittliches gesellschaftliches Engagement. Die Vielfalt von Begabung finden wir bei der KAS auch in ihrer Journalistischen Nachwuchsförderung (JONA) und Kunstförderung abgebildet. Neben der finanziellen Unterstützung junger Talente, fördert die KAS Ideale, Verantwortungsgewühl sowie interdisziplinären Austausch, wodurch die Stipendiaten voneinander lernen und sich stets weiterentwickeln.

Wer aber wird Teil eines solchen Förderwerks? Wer darf von finanzieller und ideeller Unterstützung profitieren? Wie messen und bewerten wir in der Gesellschaft Begabung und Talent?

// Auswahl durch Prozesse. Weiter kommt, wer überlebt.

Die Unterscheidung in „talentiert“ und „unbegabt“ vollzieht sich meist schon früh im Leben. Jüngst bemerkte dies auch der Erziehungswissenschaftlicher Jürgen Oelkers, indem er bekräftigte, dass sich „[i]n den deutschen Gymnasien […] nicht nur die ‚Begabteren‘ [versammeln], sondern diejenigen, die die Auslese- und Bewertungsprozesse überstanden haben.“7 Eine Gesellschaft, die Talente fördern will, muss ich im Klaren darüber sein, dass jede Auswahl und jede Entscheidung weitreichende Konsequenzen haben kann. Beispielhaft sei hier die immer wieder aufkeimende Diskussion um die sogenannte Gymnasialempfehlung genannt oder an die mittlerweile durch das Bundesverfassungsgericht entschiedene Frage nach den Zulassungsvoraussetzungen für das Medizinstudium in Deutschland erinnert.

Jedes Förderprogramm – sei es das Gymnasium, die Hochschule oder ein Stipendienprogramm – muss sich der Verantwortung des eigenen Auswahlprozesses bewusst sein. Selbstverständlich unterscheiden sich die Kriterien je nach Zweck und Zielgruppe des Förderprogramms. Wie aber gestaltet man Auswahl- und Prüfungsprozesse gerecht? Wie berücksichtigt man die Umwelt und den sozio-ökonomischen Hintergrund des Bewerbers? Wie sieht man die, die den Auswahlprozess nicht überstehen?

// Freie Gesellschaft und Freiheit zur Verantwortung.

Erinnern wir uns an die Vielgestaltigkeit von Talenten und die Bedeutung der Entwicklung des Talents, so könnte man konstatieren, dass im Grunde eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass jeder ein Talent hat, das ganz unterschiedliche Ausprägungen haben kann. Dieses Talent muss manchmal erst entdeckt, kann und muss aber in jedem Fall gefördert und entfaltet werden. Jedes Talent kann die Gesellschaft bereichern. Die Gesellschaft zählt umgekehrt darauf, dass jeder seine Fähigkeiten und Talente einbringt, damit ein Zusammenleben überhaupt erst möglich wird. Versteht man den auch in unserer Verfassung formulierten Grundsatz „Eigentum verpflichtet“ auch im Sinne einer Sozialbindung der Talente und Fähigkeiten, so ist der Schritt zur Formulierung „Talent verpflichtet“ nicht mehr weit. Viele sehen auch im Privileg eines starken sozio-ökonomischen Hintergrunds die Verpflichtung zur aktiven Mitwirkung am gesellschaftlichen Zusammenleben. Leider werden dabei vielfach radikale Forderungen nach absoluter Gleichheit erhoben, wo eigentlich vernünftigen Ideen von Chancengerechtigkeit der Vorzug zu geben wäre.

Die Verantwortung eines Staates, der das gesellschaftliche Miteinander regulieren muss, ist daher keine geringe. Er selbst vertraut darauf, dass sein eigenes Bildungs- und Fördersystem künftige Führungskräfte und Verantwortungsträger für Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur, Wissenschaft, Medien und alle anderen Disziplinen, die für das Funktionieren des Staates notwendig sind, hervorbringt. So sind denn letztlich beide Seiten gleichsam gefragt: Der Einzelne, der seine Fähigkeiten für die Gemeinschaft zur Verfügung stellt und die Gemeinschaft, die den Einzelnen bei der Entwicklung seiner Talente unterstützt. Der Dualismus aus Förderung und Ermöglichung der Talententwicklung einerseits und einer Schaffung des Verantwortungsbewusstseins andererseits bildet den Grundbaustein unserer sozialen Werte.

Die Heidelberger Adenauer-Tage wollen in diesem Jahr einen Beitrag zu dieser Diskussion leisten. Durch die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Begabung sollen sich die Teilnehmer der dem gewählten Thema „Talent als Chance – Talent als Pflicht“ annähern. Die Stipendiaten und Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung haben nicht nur in ihrer akademischen Karriere verschiedene Auswahlprozesse durchlaufen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung selbst beschreibt ihre Stipendiaten als „begabte und engagierte junge Menschen“8 und setzt somit ganz bewusst auf die (zwingende?) Verbindung von Begabung und Verantwortung. Volker Kauder hat hierzu einen wichtigen Satz geprägt, der eine der wesentlichen Diskussionsgrundlagen der Heidelberger Adenauer-Tage 2020 ist:

"Zur Freiheit befreit zu sein bedeutet immer auch, die Freiheit in Verantwortung für andere zu leben und Verantwortung in Familie, Gesellschaft und Beruf zu übernehmen. Wer Freiheit nur für sich alleine (aus)lebt, hat ihren tiefen Sinn nicht verstanden".9

1 Dudenredaktion, Wissenschaftlicher Rat (2017): Duden. die deutsche Rechtschreibung; auf der Grundlage der neuen amtlichen Rechtschreibregeln. Mannheim (Dudenverlag).
2 https://www.dwds.de/wb/Begabung, abgerufen am 10.11.2019.
3 Wirtz, M. A. (Hrsg.) (2019). Dorsch – Lexikon der Psychologie (19. Aufl.). Hogrefe.
4 Wirtz, M. A. (Hrsg.) (2019). Dorsch – Lexikon der Psychologie (19. Aufl.). Hogrefe.
5 Weinert, F. E.: Lehren und Lernen für die Zukunft - Ansprüche an das Lernen in der Schule, Bad Kreuznach: Vortragsmanuskript, 2000a. In: Hellmer, J. (2007). Schule und Betrieb: Lernen in der Kooperation. Springer-Verlag.
6 Stern, W. (1916): Psychologische Begabung und Begabungsdiagnose. In: Petersen, P. (Hrsg.): Der Aufstieg der Begabten. Vorfragen. Leipzig: Teubner, S. 105–120.
7 Jürgen Ölkers, „Kann man begaben? - Rückblick auf eine wirkungsmächtige Theorie der Erziehungswissenschaft“, in: Die Politische Meinung Nr. 533, 2015, S.12 (15).
8 https://www.kas.de/de/web/begabtenfoerderung-und-kultur/home abgerufen am 29.01.2020.
9 Kauder, V., Vom Wert der Freiheit. Ulm, 2012, passim.


Aktuelle Information

Nach wie vor hält uns die Pandemie in Atem und betrifft jeden von uns auf unterschiedliche Art und Weise. Aufgrund der immer noch bestehenden Unsicherheit und zuletzt sogar wieder stark ansteigender Infektionszahlen haben wir uns entschlossen, die HAT 2020 abzusagen. Über unsere Pläne für 2021 informieren wir euch in den nächsten Monaten. Bleibt gesund!

Euer HAT Orga Team





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Berufsorientierung

Potentiale und Chancen für die eigene Karriere entdecken und Kontakte zu Unternehmen und Partnern knüpfen

Politik und Gesellschaft

Diskussionen, Vorträge und Gespräche mit Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft über aktuelle politische Themen

Netzwerk und Austausch

Netzwerk aus Stipendiaten und Altstipendiaten fruchtbar machen und gemeinsam das historische Heidelberg erleben

Partner & Sponsoren





Beruflich erfolgreich - Baustein für Karriere und Beruf


Partner und Sponsoren aus der Wirtschaft unterstützen die Veranstaltung finanziell und präsentieren sich und ihre Arbeit in den Workshops und bei der Messe-Veranstaltung. Berufsorientierung und -förderung stellen einen Kernbestandteil der Tagung dar. Eine Messe zur Vorstellung von Partnern und Sponsoren gegenüber allen Gästen bietet die Möglichkeit, das eigene Profil zu stärken, auch im Rahmen von Einzelgesprächen.

Politisch erfahren - Forum für Politik und Gesellschaft


Gäste aus Politik und Wirtschaft kommen mit uns ins Gespräch. Sie setzen Impulse und geben Denkanstöße in aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen. Zusammen mit Stipendiaten und Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung entsteht eine abwechslungsreiche Mischung, die die Tagung erfolgreich macht. Grußworte, Podiumsformate und moderierte Diskussionen zu aktuellen Themen setzen Akzente und tragen die Tagung inhaltlich.

Gesellschaftlich bewährt - Perspektive für Netzwerk und Austausch


Über das gesamte Wochenende besteht die Chance, das eigene Netzwerk auszubauen und zu vertiefen – nicht nur bei Berufsorientierung und -förderung oder im Rahmen der Panels. Gesellschaftlicher Höhepunkt der Tagung ist der festliche Ball im Heidelberger Schlosshotel Molkenkur.

Über uns

Seit einigen Jahren richtet die Konrad-Adenauer-Stiftung in Rahmen ihres Förderprogramms für Stipendiaten sogenannte Regionaltage aus. Die Idee dieser Veranstaltungen ist, die Stipendiaten aus einem Referat oder einer Region zusammenzubringen, zu vernetzen und zu politischer und gesellschaftlicher Diskussion anzuregen. Im Jahr 2014 wurde der damalige Baden-Tag in Freiburg im Breisgau ausgerichtet, zu dem Stipendiaten aus Heidelberg und Freiburg eingeladen waren.


Viele der Organisatoren der Heidelberger Adenauer- Tage waren schon damals in Freiburg dabei und haben aus ihren dort gemachten Erfahrungen heraus die heutigen Heidelberger Adenauer-Tage entwickelt. Wenngleich zwischen dem Baden-Tag in Freiburg und heute einiges geschehen ist, verstehen sich die Heidelberger Adenauer-Tage als Veranstaltungsformat für Politik und Gesellschaft in der Tradition und als Weiterentwicklung dieser Regionaltage. Freilich richten sich die Adenauer-Tage mittlerweile an Stipendiaten höherer Semester und junge Altstipendiaten der Konrad- Adenauer-Stiftung aus ganz Deutschland. Das Konzept der Tagung fußt auf den drei gleichberechtigten Säulen Politik, Ehrenamt und Beruf, sowie gesellschaftlichem Austausch.


Die Heidelberger Adenauer-Tage verstehen sich als Forum für politische Diskussion und Bildung. Jedes Jahr wird ein Thema aufgegriffen, das gesamtgesellschaftliche Fragestellungen und Herausforderungen mit sich bringt. Dabei kommen Gastredner aus der Politik und Wirtschaft nach Heidelberg, um mit den Stipendiaten und Altstipendiaten das Gespräch und den inhaltlichen Austausch zu suchen. Unsere Referenten setzen Impulse und Denkanstöße, die wir im Anschluss im Plenum diskutieren. In einem Tagungszeitraum von wenigen Tagen kann zwar wohl keine abschließende wissenschaftliche Lösung präsentiert werden.


Es ist uns als Organisationsteam aber ein wichtiges Anliegen, die Stipendiaten und Altstipendiaten der Konrad-Adenauer- Stiftung für brandaktuelle Herausforderungen der Gesellschaft zu sensibilisieren und Informationen und unterschiedliche Blickwinkel zu vermitteln, die für eine gesellschaftliche Diskussion eine unabdingbare Basis darstellen.


Zu den Referenten der Heidelberger Adenauer-Tage gehörten in den vergangenen Jahren unter anderem der EU-Kommissar Günther Oettinger, der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Baden-Württembergs Thomas Strobl, die aktuelle Spitzenkandidatin der CDU Baden-Württemberg Susanne Eisenmann und Bundesverfassungsrichter a.D. Prof. Paul Kirchhof. Aber auch andere Minister, Mitglieder des Deutschen Bundestages, Lokalpolitiker aus der Region und der Rektor der Universität Heidelberg zählen zu unseren regelmäßigen Gästen. Unsere Partner aus der Wirtschaft unterstützen die Tagung finanziell und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Seminarwochenendes. Sie sind aber auch als Partner in Fragen der Berufsorientierung und -förderung für die Adenauer- Tage unverzichtbar, denn die zweite wichtige Säule der Tagung ist das Angebot an die Teilnehmer, Berufs- und Karriereoptionen auszuloten. In Workshops und im Rahmen einer Messe-Veranstaltung haben unsere Teilnehmer die Möglichkeit, die Partnerunternehmen als potentielle Arbeitgeber kennenzulernen und das eigene Profil zu schärfen. Wir versuchen dabei, durch facettenreiche Auswahl der unterstützenden Unternehmen ein breites Bild an beruflichen Möglichkeiten abzudecken.


Daneben ist ein Kernbestandteil unserer Messe-Veranstaltung die Präsentation stipendiatischen Engagements. Stipendiaten wie auch Altstipendiaten haben dort die Möglichkeit, ihr soziales oder gesellschaftliches Engagement oder Projekt vorzustellen und mit den anderen Teilnehmern (oder auch den Unternehmen) ins Gespräch zu kommen. Engagement und Ehrenamt leben nach unserer Auffassung vom Weitersagen und Begeistern anderer. Unsere Messe-Veranstaltung kann den Blick weit machen für neue Projekte oder Verknüpfungen herstellen, die für alle von Vorteil sind.


Nach unserer Einschätzung haben Stipendiaten wie auch Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung viele Talente und Potentiale, die sie im gemeinsamen Zusammenwirken noch fruchtbarer machen können. Ein wesentlicher Bestandteil der Kooperation ist das Netzwerk, das viele Stipendiaten und Altstipendiaten aufbauen, pflegen und leben. Der Austausch zwischen Altstipendiaten und Stipendiaten ist uns ein besonderes Anliegen. Wir wollen mit unserer Tagung einen Beitrag zu diesem Austausch leisten und setzen daher bewusst gesellschaftliche Akzente, die das Kennenlernen und Wiedersehen auch in lockerer Atmosphäre ermöglichen.


Seitdem im Jahr 2015 mit dem damaligen KAS Baden- Württemberg-Tag ein vollkommen neues Format für das Jahresprogramm der Stipendiaten und Altstipendiaten geschaffen wurde, sind wir als Organisatoren jedes Jahr aus Neue bemüht, die Heidelberger Adenauer-Tage weiterzuentwickeln und zu verbessern. Auch in den kommenden Jahren wollen wir im Rahmen unseres ehrenamtlichen Engagements weiter daran arbeiten, dass Heidelberg als mittlerweile feste Größe im Kalender der Stipendiaten und Altstipendiaten immer ein Ort ist, den zu besuchen sich lohnt.


Die Heidelberger Adenauer-Tage sind ein Forum für Stipendiaten und junge Altstipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung und als fester Bestandteil des Veranstaltungskanons eine Gelegenheit zur Vernetzung, Weiterbildung und Diskussion.

Organisationsteam


Maximilian Böck

Gesamtleitung

Patrick Frühwirt

Finanzen

Philipp Mühl

Partner & Sponsoren

Rebekka Birmes

Teilnehmer- & Tagungsmanagement

Johannes Maurer

Recht & IT

Clara Keller

Mediendesign, Marketing & Branding

Andreas Weidkamp

Logistik & Transport

Maximilian Möller

Musikalische Leitung

Melina Schum

Vorträge & Referenten

Friederike Schulte

Kulinarisches

Sebastian Balciunas

Infrastruktur

Friederike Dierkes

Mediendesign, Marketing & Branding

Timo Berenz

Partner & Sponsoren

Franziska Beck

Mediendesign, Marketing & Branding

Anton Rettenmayr

Allgemeine Koordination

Matthias Rolfs

Partner & Sponsoren

Benjamin Malz

Vorträge & Referenten